Ehrgeiz - Eifer - Exzellenz - E 3 als Schlüssel zur Leistungsgesellschaft

Ehrgeiz – Eifer – Exzellenz – Leistungsgesellschaft die ich meine

Ehrgeiz – Eifer – Exzellenz – Zeit für E3: Mit Sport zur Leistungsgesellschaft. Mein Appell für mehr Karrieristen und Narzissten in Österreich.

Ehrgeiz – Eifer – Exzellenz – Leistungsgesellschaft: Über die Diskrepanz zwischen Anspruch und Eifer

Der Kommentar „Warum wir Ehrgeiz verlieren“ (DiePresse.com) beschreibt Mängel im Bereich der Leistungsbereitschaft, liefert aber keine Lösungen. Der Kommentar von Gerhard Hofer ist in mein Gehirn wie ein heißes Messer durch Butter eingedrungen, jedoch fehlt mir am Ende des Beitrags die Anregung, wie man es besser machen könnte. Diese Pattsituation gleicht dem Medaillenspiegel bei den Olympischen Spielen. Womöglich hast du ähnliche Formulierungen in den vergangenen Tagen gehört: „Wo zum Teufel bleiben die Medaillen?“, „Wir scheitern aber gewaltig bei diesen Olympischen Spielen.“ oder „Minister Darabos verdanken wir diese Schmach.“

Stimmt alles. Aber warum ist das so?

Gerhard Hofer argumentiert schlüssig, die vehementen Fehler in unserem Mindset und belegt das kollektive Versagen im Hinblick auf die fehlende Leistungsbereitschaft in Österreich. Ich versuche Licht in dieses dunkle Kapitel unserer Zivilisation zu bringen.

 

Linke Ideologie ist der primäre Leistungskiller

Meine Grundthese: Unsere fehlende Leistungsbereitschaft ist vergleichbar mit einem Ouroboros, sprich einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Es wäre in Österreich eigentlich egal, wo man anfangen würde, da die Gesamtsituation unter aller Sau ist. Die Verzahnung mit anderen Bereichen ist mittlerweile derartig groß, dass es einfacher scheint, nichts zu tun, bevor man endlich anfängt Handlungen und Verbesserungen zu setzen. Statt ewig rumzueiern, brechen wir den Kreis auf und beginnen beim Kopf: den Universitäten.

„Studium für alle“

„Studium darf nicht kosten“

„Sozialer Aufstieg durch Bildung“

Das sind linke Phrasen, die mir schon bis zum Kopf stehen. Wenn ich an mein Studienzeit in Wien und Berlin zurückerinnere, muss ich sofort an die flachen Hierarchien in der Studienvertretung denken, sprich an die sogenannte Basisdemokratie bei der Studienvertretung. Wir mussten „Gemeinsam die Entscheidung tragen“. So ein Schwachsinn im nachhinein betrachtet.
Aber auch an Professoren, die sich gerne verspätet haben, denke ich gerne zurück. Oft verwahrlost in der Erscheinungsform, manchmal sogar ein Stinker. Deo und Bildung bilden keine Einheit. Lediglich ein einziger Professor, namentlich Professor Dr. Joachim Trebbe, hatte einmal die Eier zu sagen, dass man von einem Studenten an einer Exzellenzuniverstität verlangen darf, 100 Paper-Seiten pro Woche zu lesen. Bis heute erinnere ich mich gerne an diese Aussage zurück.

Womöglich kennt ihr aber auch das Problem mit den Abgaben von schriftlichen Arbeiten, die individuell nachgelockert wurden. Wozu Fristen lautete die Devise, an der Universitäten gibt es keine Zielvorgaben und Deadlines… So nach dem Motto, „Ach, dann bring mir doch beim nächsten Mal die Arbeit nach oder schick sie mir per E-Mail.“ Legendär auch die Massenabfertigung im Audimax im ersten und zweiten Semester, damit ja alle in einem Raum wir bei einer Massentierhaltung zum sozialen Aufstieg kommen.

Hast du jemals ein Huhn in einer Legebatterie gesehen, dass aus eigener Kraft es zum Freilandhuhn geschafft hat?

Multiple-Choice-Fragen, das war die Bildungsrevolution. Gleiche Bedienungen für alle. Und da wir so viele Studenten waren, konnte man halt nicht mehr mit dem Professor in Wien ein Privatissimum abhalten. Naja, bei dem Verhältnis von 100 Studenten und einem Professor auch kein Wunder.
Wo war und bleibt die Campuspolitik, die zu einem miteinander geführt hätte? Konkret meine ich Sportangebote, um gemeinsam in einen Wettkampf zu gehen. Ich kann mich nicht auch nur an einen Professor erinnern, der von einem Triathlon oder Marathonerlebnis gesprochen hätte. In einem derartig desolaten Umfeld können keine High-Potentials sich generieren. Wo bleiben die Vorbilder? Hier müssten wir Ansätzen, vor allem in den Bereichen Pädagogik, Publizistik und Betriebswirtschaft. In unserem Land fehlt es nun mal an steilen Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, kritischen Journalisten oder gar investigativen Aufdeckern, geschweige davon, an immens gut ausgebildeten CEOs in österreichischen Betrieben. Ja, die Formel lautet mit Sport zur Leistung.

 

Sport als Motor für Leistungsbereitschaft

Ich bin der Meinung, dass Sport der einzig wahre Motor für unsere Gesellschaft ist. Eine Stunde tägliche Bewegung, sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene, so lautet meine Ansage für ein besseres Miteinander. Geht aber nicht, da die Lehrenden an Kindergärten und Schulen bereits während ihrer Studienzeit nicht aufgefordert wurden, Sport zu machen.

 

Fette weg von der Straße - Zeit für eine Leistungsgesellschaft

Fette weg von der Straße – Zeit für eine Leistungsgesellschaft

 

Die Überfettung der Kinder, die Trägheit bei Jugendlichen, die Masse an überfressenen Menschen, vor allem aber die mangelnde Bereitschaft, Militärdienst zu leisten, das wundert mich nicht. Wie soll ich Kameradschaft und Teamplayer werden, wenn ich in der Schule bereits Fußball oder Basketball gegen eine Konsole oder PC eintausche? Ich spreche mich auch dafür aus, dass wir fette Menschen auf den Verpackungen von Schokolade abdrucken. Es funktioniert ja ausgezeichnet gut bei Zigarettenpackungen. Warum dann nicht auch auf der Verpackung von einem Burger?

Mit einer Stunde Sport pro Tag würden wir definitiv das Aggressionsniveau bei Kindern und Jugendlichen senken. Aber auch am Arbeitsplatz würde eine Stunde bezahlter Sport während der Dienstzeit zu einem Flow-Erlebnis führen. Vor allem senkt regelmäßiger Sport die Krankenstände und steigert die soziale Interaktionsbereitschaft im Betrieb. Nur so am Rande: Die Diskussion mit Integration würde schnell einebnen, wenn Migrantenkinder mit den Einheimischen spielen und trainieren.
Große Unternehmen nehmen bereits bei Sportveranstaltungen wie dem Business Run oder Vienna City Marathon teil, über die Vorbereitungszeit für den jeweiligen Wettkampf lese ich aber auf den Webseiten der jeweiligen Teilnehmer aber nie etwas. Es wird ja auch für Marketingzwecke verwendet, und nicht, damit die Mitarbeiter schlanker und gesünder zum Dienst kommen.

Ja zu Schulsport und Wettkämpfen

Ja zu Schulsport und Wettkämpfen

 

Zeit für Ehrgeiz – Eifer – Exzellenz: E3 – das Leistungsprogramm für Österreich

Ehrgeiz und Eifer korrelieren mit „Lust an Leistung“ und „Fordern statt verwöhnen“. Passend hierzu die Bücher von Felix von Cube, die ich an dieser Stelle nur schwer empfehlen kann. Viel wichtiger wäre es, diese Werke zu verinnerlichen. Aber was bringt mir ein Pool an Menschen, die ehrgeizig sind, die ich nicht besonders fördern kann? Daher brauchen wir ein ultimatives Exzellenzprogramm, dass bereits an Kindergärten und Schulen beginnt, und sich am Arbeitsplatz und an Universitäten fortsetzt. Ja zu Leistungseliten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Gymnasien auf einzelnen Sportarten spezialisieren und beispielsweise mit Sportangeboten in der Region vernetzen. Wie wäre es, wenn Schulsport Karate oder Ringen wird? In Kärnten wäre es nahe liegend, Schulen auf Triathlon zu spezialisieren. Man darf sich auch nicht wundern, dass wir in Österreich zu wenig gute Schwimmer rausbringen. Es scheitert nicht an den Sportler, sondern an den Bedienungen. Beispielsweise hat im August bereits zum zweiten Mal das Stadthallenschwimmbad geschlossen. Jene, die eine Jahreskarte haben, dürfen nun ein Monat lang zum Stadionbad pendeln. Der zeitliche Mehraufwand möchte ich nicht mal kommentieren, nur so viel: Jahreskarteninhaber werden nach Strich und Faden verarscht. Wie so oft in Wien, das ist aber ein anderes Thema.

Ehrgeiz – Eifer – Exzellenz – zur Diskussion freigegeben

„Nur kein übertriebener Ehrgeiz. Zu viel Ehrgeiz ist nämlich verdächtig. Verdächtig asozial, verdächtig neoliberal, vermutlich auch mit krimineller Energie verbunden.“ So Gerhard Hofer über den deutschen linken Ökonomen Oliver Nachtwey, der unlängst vor „lauter kleinen Narzissten, die auf Wettbewerb getrimmt“ gewarnt hat. Ich sehe es anders: Wir brauchen viel mehr Narzissten und Leistungsträger in unserer Gesellschaft!

 

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Alexander Surowiec

Digital Strategist. Political Hitman. Cutter Head.

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